Access & Benefit Sharing

Zugang zu genetischen Ressourcen und gerechter Vorteilsausgleich (Access & Benefit Sharing, ABS ) ist ein Kernziel der Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD). Im Jahr 2010 verabschiedeten die Mitgliedsstaaten das Nagoya-Protokoll, das für dieses Ziel einen konkreten Umsetzungsmechanismus vorschreibt. Mit diesem ABS-Mechanismus soll einerseits der Zugang zu den genetischen Ressourcen eines Landes geregelt werden, andererseits ein fairer Ausgleich gewährleistet werden, wenn aus diesen genetischen Ressourcen später Vorteile finanzieller oder nicht-finanzieller Art generiert werden (ABS-Erklärvideo der ABS-Initiative). Die Umsetzung betrifft damit auch direkt die Biodiversitätsforschung.

Seit dem 01. Juli 2016 ist das Nagoya-Protokoll in Kraft. Mit der Umsetzung des Protokolls ist in Deutschland das Bundesamt für Naturschutz betraut (ABS-Seiten des BfN). Den Zugang zum Thema und der neuen Rechtssituation und eine Einführung in das Thema und die Umsetzung des Protokolls auf EU-Ebene und in Deutschland gibt eine im Juli 2016 erschienene Broschüre des BfN [pdf].