NeFo-Symposium: Biodiversitätsforschung – Quo vadis?

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Sauriersaal im Museum für Naturkunde in Berlin
MfN, Berlin

Podiumsdiskussion, Vorstellung Prototyp Forschungsatlas zur Biodiversitätsforschung in Deutschland und Workshops

19.-20. Mai 2015
Museum für Naturkunde Berlin und Palisa

Anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt trafen sich rund 100 Akteure aus Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit, um die Frage „Biodiversitätsforschung – Quo vadis?" zu diskutieren. Das Symposium fand vom 19. bis 20. Mai 2015 unter anderem im Museum für Naturkunde Berlin statt. Teil des Programms war auch die Vorstellung eines neuen Biodiversitätsforschungsatlas. Dieser gibt eine kartographische Übersicht über die Biodiversitätsforschung in Deutschland und soll die Selbstorganisation und Vernetzung der Biodiversitätsforschungscommunity weiter stärken.

Hintergrund der Fragestellung des Symposiums waren die Entwicklungen in der Biodiversitätsforschung während der letzten 15 Jahre. Das Feld Biodiversitätsforschung hat sich in dieser Zeit als solches etabliert und eine Community hervorgebracht. Zugleich befindet sich Biodiversitätsforschung in einem steten Wandel. Einerseits wurden enorme technologische Fortschritte im Hinblick auf die Speicherung, Verarbeitung und Sammlung von Daten erzielt.

Andererseits gibt es seit 2012 mit der Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) eine als Weltbiodiversitätsrat institutionalisierte Wissenschaft-Politik-Schnittstelle, die, um erfolgreich sein zu können, auf die Zuarbeit der Biodiversitätsforschungscommunity angewiesen ist. Zudem bietet IPBES die Möglichkeit für Expertinnen und Experten, ihre Forschungsergebnisse in umweltpolitische Prozesse einzutragen und damit die Politikrelevanz der eigenen Forschung sichtbar zu machen und zu erhöhen.

Darüber hinaus wird Biodiversität gegenwärtig als Thema innerhalb von globalen Herausforderungen wie Landnutzungsänderungen und Urbanisierung und zunehmend weniger als eigenständiges Thema adressiert. Diese grundlegenden Entwicklungen und Prozesse haben erheblichen Einfluss auf die Biodiversitätsforschungscommunity und ihre Ausgestaltung in Zukunft. Ziel des Symposiums war es, einen Diskussionsprozess über die Herausforderungen und Chancen dieser Veränderungen zu initiieren.

Das Symposium bestand aus der Vorstellung des neuen BMBF-Rahmenprogramms Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA 3) und einer Podiumsdiskussion am Abend des 19. Mai im Sauriersaal des Museums für Naturkunde Berlin sowie einem Workshop-Tag mit Vorträgen und Arbeitsgruppen am 20. Mai in externen Veranstaltungsräumen.

 

Präsentationen

Die Präsentationen, die im Rahmen des Workshops gehalten wurden, können Sie über die nachfolgenden Links einsehen:

Dienstag, 19. Mai 2015


Dr. Katrin Vohland, Museum für Naturkunde Berlin

 

 


MinR Dr. Volkmar Dietz, BMBF

 

 

Mittwoch, 20. Mai 2015


Dr. Carsten Neßhöver, NeFo

 

 


Dr. Mariam Akhtar-Schuster, Deutsche IPBES-Koordinierungsstelle

 

 


Malte Timpte, NeFo

 

 


Yves Zinngrebe, Universität Göttingen

 

 


Dr. Stefan Hotes, Philipps Universität Marburg

 

 


Dr. Katrin Reuter, NeFo

 

 


Dr. Florian Wetzel, EU BON

 

 


Dr. Carsten Mann, Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG), TU Berlin