Partizipative Forschungsansätze in der Biodiversitätsforschung am Beispiel urbaner Biodiversität – Workshop

Ort: Berlin, Museum für Naturkunde (Raum 3221, 2. OG Nordbau, Sauriersaal)

Datum: Montag, 26. September 2016

Zeit: 10:30 – 18:00, 18:00-20:00 Ausklang im Sauriersaal

Zusätzlich: Exkursion zum Tempelhofer Feld am 27. September, 11:00-13:00

Weltweit lebt mehr als die Hälfte der Menschen in Städten, mit steigender Tendenz. Da die Bewohnerinnen und Bewohner von Städten mit Gütern versorgt werden müssen, die nicht in den Städten selbst hergestellt werden können, haben Städte weitreichenden Einfluss auf die Biodiversität in ihrer Umgebung, aber durch eine globalisierte Weltwirtschaft auch auf weit entfernte Orte. Gleichzeitig bieten Städte eine Vielzahl an ökologischen Nischen und Rückzugsräume für biologische Vielfalt. Städten kommt damit eine besondere Verantwortung in Bezug auf Biodiversität zu. Da in Städten eine Vielzahl an Nutzungsansprüchen in Bezug auf den öffentlichen Raum zusammentrifft, kommt es in ihnen leicht zu Nutzungskonflikten. Auch der Schutz von biologischer Vielfalt in der Stadt muss sich diesen konkurrierenden Nutzungsansprüchen stellen. Das bedeutet, dass nicht nur mehr Wissen in Bezug auf die tatsächlich vorkommende Biodiversität in Städten benötigt wird, um sie langfristig erhalten zu können, sondern auch mehr Wissen in Bezug darauf, wie sich Biodiversitätsschutz vor dem Hintergrund unterschiedlicher Interessen auf relativ engem Raum umsetzen lässt. Im Workshop sollen ausgehend von Erfahrungen der urbanen Biodiversitätsforschung partizipative Forschungsansätze als eine Möglichkeit diskutiert werden, beiden Anforderungen – wissenschaftlicher Fortschritt und praktischer Biodiversitätsschutz – gerecht zu werden.

Am Tag nach dem Workshop bietet Lisa Pettibone eine Exkursion zum Tempelhofer Feld an. Beim entspannten Spaziergang werden gängige Ansätze für partizipative Forschung – wie Citizen Science, Transdisziplinäre Forschung und Wissenschaftsläden – vorgestellt und diskutiert. Die Exkursion beinhaltet den Besuch von basis.wissen.schafft e.V. und des Gemeinschaftsgartens Allmende-Kontor. Für die Exkursion können Sie sich ebenfalls über das Anmeldeformular registrieren.

 

Dokumentation des Workshops