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Die Biodiversitätsforschung muss sich an neue Herausforderungen anpassen

Naturkundemuseum Berlin Dino Saurier Saal
Sauriersaal im Museum für Naturkunde Berlin
Foto: MfN-Berlin

Was das Wirken der Biodiversitätsforschung im politischen Umfeld konkret für künftige Aufgaben, die Organisation und die gesellschaftliche Rolle der Wissenschaft in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahre bedeutet, diskutierten rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung und Öffentlichkeit beim NeFo-Symposium „Biodiversitätsforschung – Quo vadis?" am 19. und 20. Mai in Berlin.

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Es lebe der Boden - wie Mensch und Tier gemeinsam Wüstenböden urbar machen

Hirsefeld nach einem Jahr
ZAI-Methode Foto: D. Kaiser

Bis 2030 soll jeder Mensch Zugang zu ausreichend Nahrung haben, lautet eines der so genannten Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinigten Nationen. Doch trotz wachsender Bevölkerung vernichtet der Mensch eher die zur Nahrungssicherung nötigen Böden. Eine Würzburger Biologin erforscht, welches enormes Potenzial Bodenlebewesen bei der Restauration völlig ausgetrockneter Böden in Westafrika haben.

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Widerstandsfähigkeit gegen den Menschen

Palmöl
Artenvielfalt in Palmölplantagen mit zwischengepflanzten Bäumen
Foto: M.Teuscher/gaug

Unberührte Natur außerhalb jeglichen Einflusses menschlicher Zivilisation gibt es selbst in den einst undurchdringlichen tropischen Regenwäldern so gut wie nicht mehr. Dieser Tatsache muss auch die Tropenforschung ins Auge sehen. Statt „Wie funktioniert Regenwald" ist die Frage: „Wie funktioniert bewirtschafteter Regenwald und wie bleibt er dauerhaft nutzbar?". Auch bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Tropenökologie 2015 in Zürich.

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Wir müssen die Rettung unseres Planeten wohl noch einmal um zehn Jahre verschieben

Global Biodiversity Outlook 4 von 2014
Bild: CBD

Fast alle Ziele, die sich die Staatengemeinschaft im Übereinkommen über die biologische Vielfalt CBD bis 2020 gesetzt hatte, werden wohl verfehlt werden, fasst der Global Biodiversity Outlook zusammen. Er wurde am 6. Oktober bei der Vertragstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt CBD vorgestellt. NeFo-Mitarbeiter berichten vor Ort im -COP-Blog.

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„One Health“ – ist die Erde gesund, ist es auch der Mensch

Fledermaus, Flughund, Fruitbat, Infektion, Ebola,Zoonosen
Fledermäuse stehen im Verdacht, EBOLA-Überträger zu sein.
Foto: dette/pixelio

Was hat Biodiversität mit den Menschen zu tun? Ganz einfach: Sie ist die Basis ihrer Existenz. Das zeigen eindrücklich die derzeitigen Entwicklungen der Ebola-Epidemie. Die Zerstörung natürlicher Ökosystem hat hier einen entscheidenden Anteil, denn intakte Ökosystemfunktionen stellen einen Puffer für Infektionskrankheiten dar. Bei der CBD COP12 wurde ein Papier von CBD und WHO zur ganzheitlichen Betrachtungsweise von Gesundheit diskutiert.

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No risk, no food?

Auf kleineren Flächen und auch auf Wintergetreide dürfen Neonicotinoide auch trotz Verbot weiter verwendet werden. Das macht Neonicotinoid-freie Vergleichsuntersuchungen umso schwieriger.
Foto: A. Künzelmann/UFZ

Die EU-Kommission hat den Einsatz von Neonicotinoiden für zwei Jahre ausgesetzt. Sie könnten verantwortlich für das weltweite Bienensterben und viele weitere ökologische Schäden sein. Das Moratorium gefährde die Nahrungsmittelsicherheit sagen Kritiker. Ein Report der Weltnaturschutzorganisation IUCN beweist jedoch das Gegenteil: Der Einsatz ist auch ökonomisch unsinnig.

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Der Kuckuck auf dem absteigenden Ast

Kuckuck "Lebkuchen Schmidt" mit Sender.
Kuckuck "Lebkuchen Schmidt" mit Sender.
Foto: LBV Archiv

"Kuckuck, Kuckuck“ rufts hierzulande immer seltener aus dem Wald. Schuld ist vor allem der Klimawandel. Der macht dem Kuckuck zwar selbst nichts aus, aber den anderen Vogelarten, denen er seine Eier zum Ausbrüten unterjubeln will. Der Kuckuck könnte so aussterben.

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Die Humboldt-Nachfolger: Wo Feuer, Farne und Forschung aufeinandertreffen

Foto: Jörg Bendix

„Man muss das Große und Gute wollen“, beschrieb Alexander von Humboldt einst den Sinn seiner Forschung. Das wollen Wissenschaftler auch: Auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Tropenökologie (GTÖ) wollen sie unter dem Titel „Tropische Ökosysteme - Zwischen Produktion und Schutz“ Möglichkeiten diskutieren, wie die verschiedenen Ansprüche an diese Lebensräume unter einen Hut gebracht werden können

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Ein Barcode für die Schlange

Python
Vor dem Aufschneiden werden Netzpythons aufgehängt und mit Wasser gefüllt um das anschließende Abziehen der Häute zu erleichtern.
Foto: Mark Auliya

Von Verena Müller


Für exklusive Taschen, Schuhe oder Gürtel importiert die europäische Modeindustrie Reptilienhäute aus Südostasien. Allein knapp 160 000 Netzpython-Häute werden pro Jahr aus Indonesien exportiert. Auch der Handel mit lebenden Reptilien floriert. Geschätzt eine Milliarde Dollar werden hier weltweit jährlich umgesetzt. Gerade mit seltenen Arten, die am stärksten gefährdet sind, lässt sich das meiste Geld verdienen. Um diesen Handel zu kontrollieren, wurde vor über 30 Jahren das CITES-Abkommen (Washingtoner Artenschutzabkommen) verabschiedet, das Import- und Exportquoten von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten festlegt. Dessen Bedeutung soll der Welt jährlich am 3. März, dem World Wildlife Day, vor Augen geführt werden. „Es wird trotzdem alles gehandelt, auch wenn es verboten ist“, so der Biologe Dr. Mark Auliya. Neben dem drohenden Verlust dieser Arten warnt Auliya auch vor den ökologischen Folgen in den ursprünglichen Lebensräumen. „In vielen Regionen treten bereits echte Rattenplagen auf und Krankheitserreger könnten sich ausbreiten, weil Pythons als natürliche Jäger wegfallen.“ Er und seine Kollegen wollen nun helfen, internationale Kontrollen zu verbessern – mit einem Barcode für die Schlange.

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Zurück in die Zukunft - warum uralte Traditionen unsere Zukunft retten können

Die Erhaltung der natürlichen Ressourcen der Welt kann nicht allein mit dem Wissen aus der klassischen, zertifizierten Wissenschaft geschafft werden. Oft sind es uralte Wissensschätze indigener Gemeinschaften, die uns alte neue Wege zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt aufzeigen, und wesentlich dazu beitragen, langfristig unsere Ernährung zu sichern.

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