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Neonikotinoide im Boden: Weniger Schädlinge, weniger Ertrag?

Zersetzer, Boden
Tausendfüßler fressen totes Pflanzenmaterial
Foto: Fotodichter / pixelio.de

Ab 19. Juli 2017 debattiert der EU-Rat über ein Totalverbot der drei meistverwendeten Neonikotinoide. Dabei geht es vor allem um das Wohl der Honigbiene. Und das, obwohl 98 Prozent der Gifte im Boden bleiben, wo eine riesige Zahl von Insekten und anderen Tieren für die Bodenfruchtbarkeit sorgt. Das hat Folgen. Studien zeigen, dass Insektizide die Leistungen der Arten so schmälern können, dass sogar der landwirtschaftliche Ertrag leidet.

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Wie viel GVO steckt in Synthetischer Biologie? Die UN-Konvention zur biologischen Vielfalt sucht eine Definition

Mückenarven sind eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, Spinnen, Vögel und Fische
Foto: A. Künzelmann/UFZ

Was ist eigentlich Synthetische Biologie? Ein wirklich neues Phänomen oder nur eine technische Weiterentwicklung der verrufenen GMO? Die Frage sollte auf der diesjährigen UN-Vertragstaatenkonferenz zu biologischen Vielfalt CBD beantwortet werden. Denn sonst entsteht ein Kontrollvakuum mit großen Risiken, befürchtet Dr. Ricarda Steinbrecher - für Ökosysteme aber auch für die Lebenssituation vieler Menschen in Entwicklungsländern.

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UN-Konferenz zur Biologischen Vielfalt: Ein Machtwort der Kanzlerin würde auch hier helfen

Am 2. und 3. Dezember, zwei Tage vor dem eigentlichen Beginn der 13. UN-Biodiversitätskonferenz CBD-COP13, verhandeln die Spitzenpolitiker, wie betroffene Politikressorts zu mehr Verantwortungsbewusstsein bewegt werden können. In Deutschland bräuchte es dazu ein stärkeres Engagement des Kanzleramtes, meint Politologe Norman Laws.

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World Ocean Assessment: Die Forschung geht in die Tiefe, die UN bleibt lieber an der Oberfläche

Korallenriffe sind die Hotspots der marinen Biodiversität, besagt das World Ocean Assessment
joakant / pixelio.de

Äußerst leise und von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt haben die Vereinten Nationen im Januar den ersten globalen Zustandsbericht der Ozeane verabschiedet: das World Ocean Assessment. Auf 1700 Seiten gibt er einen sehr umfangreichen Überblick über die aktuellen Themen. Doch echte politische Impulse setzen kann er nicht.

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30 Jahre Tschernobyl: Leben unter Dauerstrahlung

Elch Brombacher
Unscheuer Elch im Sperrgebiet
Foto: M. Brombacher / ZGF

30 Jahre nach dem Reaktorunfall hat sich das verseuchte Sperrgebiet zu einem Paradies für Wildtiere entwickelt. Die Populationsdichten haben sich trotz fortwährender Strahlungsbelastung normalisiert. Ein Paradies ist das riesige Sperrgebiet auch für deutsche Biodiversitätsforschende, die hier die Entwicklung der Natur ohne menschlichen Einfluss beobachten können.

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Weltbiodiversitätsrat gibt Überblick über die Bedeutung der Bestäuber und Maßnahmen zu ihrem Schutz

IPBES Plenum
IPBES-1 Plenum 2013
Foto: V. Müller / NeFo

Vier Jahre nach seiner Gründung hat IPBES seinen ersten Bericht verabschiedet. Er fasst den aktuellen Stand des Wissens zur Bedeutung, Bedrohung und dem Schutz von Bestäubern zusammen und zeigt anhand von Zahlen: Bestäubung ist eine essenzielle Leistung der Natur für das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschen. Bestäubervielfalt ist wichtig zur Erhaltung dieser Leistung, die aber durch verschiedene Faktoren zunehmend bedroht ist.

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Forschen mit einem Bein im Gefängnis?

Vogelsammlung
Ornithologe am Museum für Naturkunde Berlin
Foto: S. Frahnert, MfN

Von Sebastian Tilch

Eigentlich möchte die Bundesregierung mit der Umsetzung der EU-Richtlinie zum gerechten Vorteilsausgleich die Welt gerechter machen. Konzerne, die mit Organismen aus Entwicklungsländern oder deren Genen Milliardengewinne machen, sollen etwas davon an die Herkunftsländer abgeben. Was eigentlich die sogenannte Biopiraterie stoppen sollte, trifft aber nun vor allem die nicht-kommerzielle Grundlagenforschung.

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UN-Entwicklungsziele: Einfluss von Umweltfaktoren auf das Fluchtverhalten in Afrika

Flüchtlinge in Somalia
Flüchtlinge in Somalia
UN Photo: T. Jones

Die anhaltende Flüchtlingswelle nach Europa wird vorrangig mit kriegerischen Konflikten begründet. Doch immer häufiger werden diese als Folge von Naturveränderungen gewertet. Welche Bedingungen in Afrika zum Bleiben und Gehen der Bevölkerung führen und mit welchen Methoden nachhaltige Wirtschaftsformen in den dortigen ländlichen Regionen gelingen können, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in verschiedenen Projekten.

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Nationale Biodiversitätsstrategie: Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit

WWF Studie Politikbarometer

"Im Tagesgeschäft der meisten Bundesministerien spielen weder das Thema Biodiversität noch die Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt eine signifikante Rolle." Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Dr. Norman Laws an der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag des WWF Deutschland Anfang letzten Jahres vorgelegt hat.

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Die Biodiversitätsforschung muss sich an neue Herausforderungen anpassen

Naturkundemuseum Berlin Dino Saurier Saal
Sauriersaal im Museum für Naturkunde Berlin
Foto: MfN-Berlin

Was das Wirken der Biodiversitätsforschung im politischen Umfeld konkret für künftige Aufgaben, die Organisation und die gesellschaftliche Rolle der Wissenschaft in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahre bedeutet, diskutierten rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung und Öffentlichkeit beim NeFo-Symposium „Biodiversitätsforschung – Quo vadis?" am 19. und 20. Mai in Berlin.

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