WorkshopPartizipative Forschungsansätze in der Biodiversitätsforschung am Beispiel urbaner Biodiversität

Datum: 
26. September 2016
Ort: 
Berlin

Weltweit lebt mehr als die Hälfte der Menschen in Städten, mit steigender Tendenz. Da die Bewohnerinnen und Bewohner von Städten mit Gütern versorgt werden müssen, die nicht in den Städten selbst hergestellt werden können, haben Städte weitreichenden Einfluss auf die Biodiversität in ihrer Umgebung, aber durch eine globalisierte Weltwirtschaft auch auf weit entfernte Orte. Gleichzeitig bieten Städte eine Vielzahl an ökologischen Nischen und Rückzugsräume für biologische Vielfalt. Städten kommt damit eine besondere Verantwortung in Bezug auf Biodiversität zu. Da in Städten eine Vielzahl an Nutzungsansprüchen in Bezug auf den öffentlichen Raum zusammentrifft, kommt es in ihnen leicht zu Nutzungskonflikten. Auch der Schutz von biologischer Vielfalt in der Stadt muss sich diesen konkurrierenden Nutzungsansprüchen stellen. Das bedeutet, dass nicht nur mehr Wissen in Bezug auf die tatsächlich vorkommende Biodiversität in Städten benötigt wird, um sie langfristig erhalten zu können, sondern auch mehr Wissen in Bezug darauf, wie sich Biodiversitätsschutz vor dem Hintergrund unterschiedlicher Interessen auf relativ engem Raum umsetzen lässt. Im Workshop sollen ausgehend von Erfahrungen der urbanen Biodiversitätsforschung partizipative Forschungsansätze als eine Möglichkeit diskutiert werden, beiden Anforderungen – wissenschaftlicher Fortschritt und praktischer Biodiversitätsschutz – gerecht zu werden.

Am Tag nach dem Workshop bietet Lisa Pettibone eine Exkursion zum Tempelhofer Feld an. Beim entspannten Spaziergang werden gängige Ansätze für partizipative Forschung – wie Citizen Science, Transdisziplinäre Forschung und Wissenschaftsläden – vorgestellt und diskutiert. Die Exkursion beinhaltet den Besuch von basis.wissen.schafft e.V. und des Gemeinschaftsgartens Allmende-Kontor. Für die Exkursion können Sie sich ebenfalls über das Anmeldeformular registrieren.

Präsentationen

(Katrin Vohland, Museum für Naturkunde Berlin)

(Katrin Reuter, Museum für Naturkunde Berlin)

(Joscha Beninde, Uni Trier)

(Thomas Hauck, Uni Kassel)

(Ingo Kowarik, TU Berlin)

(Lisa Pettibone, Museum für Naturkunde Berlin)

(Ulrike Sturm, Museum für Naturkunde Berlin)

(Sophia Kimmig, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung)

Eindrücke

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Voller Raum mit den Teilnehmenden, in Reihenbestuhlung
Blick ins Publikum
Katrin Reuter

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Menschen vor Bistrotischen unter Saurier
Abend im Sauriersaal des MfN
Katrin Reuter

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Menschen auf Asphalt, die zu Allmende-Garten laufen
Exkursion zum Tempelhofer Feld an Tag 2
Katrin Reuter

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Bunte Hochbeete
Allmende-Garten Tempelhofer Feld
Katrin Reuter

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Menschen hören anderem Menschen in Garten zu.
Vorstellung des Allmende-Gartens durch Vereinsmitglied (r.)
Katirn Reuter

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Menschen hören draußen Vortrag zu
Die Initiative basis.wissen.schafft erzählt über ihre Arbeit
Katrin Reuter