WorkshopHerausforderungen der Kommunikation der Ergebnisse des Weltbiodiversitätsrates IPBES auf nationaler Ebene (I) am Beispiel des Bestäuber-Assessments

Datum: 
07. Juni 2017
Ort: 
Berlin

Ziel des ersten Teils der Workshopreihe: Identifikation der wesentlichen Herausforderungen und Ansätze, die Ergebnisse globaler Assessments und speziell des IPBES-Bestäuber-Assessments im nationalen Kontext zu kommunizieren.

Die Problematik sinkender Bestände von Bestäubern vor allem in den Industrieländern und die damit verbundenen Ausfälle ökosystemarer Leistungen sind bereits seit Jahren Gegenstand wissenschaftlicher, politischer und medialer Auseinandersetzung. Dies macht das Thema zu einer idealen Fallstudie, anhand derer die Nutzung wissenschaftlich produzierter „Fakten“ untersucht werden kann. Woher beziehen Nutzer diese Fakten, welche halten sie für überzeugend und glaubwürdig? Als Reaktion auf die häufig angezweifelte Glaubwürdigkeit genutzter wissenschaftlicher Informationen ist der regierungsübergreifende Weltbiodiversitätsrat IPBES ist ins Leben gerufen worden. Dieser soll der internationalen Biodiversitäts- und Naturschutzpolitik Zugang zu einer gemeinsamen, von möglichst allen Akteuren anerkannten Wissensbasis ermöglichen. Zur Umsetzung der global formulierten Ergebnisse in nationale Politik müssen jedoch regionalspezifische Aspekte berücksichtigt und formuliert werden. Im Februar 2016 wurde das erste IPBES-Assessment zu Bestäubern und Bestäubung veröffentlicht. Dessen Ergebniskommunikation für die nationale Ebene steht jedoch noch weitgehend aus. Dabei steht man bei jedem Thema eines globalen Wissens-Prozesses immer wieder vor derselben Herausforderung: Welche Aspekte sollte die Kommunikation der Ergebnisse hervorheben, um insbesondere bei Entscheidungsträgern als primäre Adressaten der Assessments in Deutschland Gehör zu finden? Wie hält man die Balance zwischen effektivem Wissensaustausch, Glaubwürdigkeit, Relevanz und Interessenspolitik? Braucht es zusätzliche wissenschaftliche „Übersetzungsschritte“ hin zur nationalen Ebene? Im Kontext von IPBES stellt sich diese Frage mit jedem neuen Assessment – angefangen mit dem ersten Assessment zu Bestäubung und Bestäubern aus 2016. NeFo nimmt dies zum Anlass für einen ersten Workshop zu diesem Thema.

Ziele des Workshops - allgemein:

  • Identifikation der wesentlichen-Herausforderungen und Ansätze, die Ergebnisse globaler Assessments im nationalen Kontext zu kommunizieren

Thema Bestäubung:

  • Einen Überblick über die aktuellen Diskussionslinien zum Thema Bestäuberschutz zu gewinnen (mit dem Ausgangspunkt des IPBES Assessment, aber explizit mit Bezug zur europäischen und deutschen Debatte zum Thema)
  • Die Kernbotschaften des IPBES Bestäuber-Assessments in diesen Kontext zu stellen und Wege zu diskutieren, wie sie gezielt genutzt werden können, und hierfür ggf. neue Ansätze der Kommunikation (für verschiedene Adressaten) zu finden

Zielgruppen:

  • Forschende zur und Praktiker der Wissenschaftskommunikation
  • Themenspezifische Expertinnen und Experten aus Forschung, Praxis und Politik (hier: Bestäubung und Landwirtschaft)