Weitere Strategien

Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie wurde am 11. Januar 2017 von der Bundesregierung verabschiedet. Sie überträgt die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele nachhaltiger Entwicklung (engl.: Sustainable Development Goals – SDG) auf die nationale Eben. Deutschland bekennt sich darin zu einer ehrgeizigen und ambitionierten Umsetzung der SDGs. Auch auf europäischer Ebene will sich die Bundesregierung für eine ambitionierte Umsetzung und für eine neue EU-Nachhaltigkeitsstrategie einsetzen. Die Strategie wird seit 2002 erstellt und seit 2004 in einem vierjährigen Zyklus fortgeschrieben. Im Jahr 2012 erschien der letzte Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, der anhand von verschiedenen Indikatoren Auskunft über den Stand der Umsetzung gibt.

 

Deutsche Anpassungsstrategie (DAS)

Dem Klimawandel begegnenDie Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel wurde 2008 vom Bundeskabinett beschlossen, der Fortschrittsbericht zur DAS 2015. In insgesamt 15 Handlungsfeldern betrachtet die DAS sowohl die Auswirkungen allmählicher Klimaänderungen als auch die Folgen voraussichtlich häufiger auftretender und stärkerer Extremereignisse. Diese Klimafolgen sowie Handlungsoptionen für die Anpassung werden in der DAS differenziert nach verschiedenen Handlungsfeldern dargestellt.

Die Verbreitung der Tier- und Pflanzenarten und damit der Ökosysteme auf der Erde wird ganz wesentlich vom Klima bestimmt. Veränderungen in den Temperatur- und Niederschlagsverhältnissen sowie in der Häufigkeit von Extremereignissen nehmen direkten Einfluss auf Jahresrhythmus, Verhalten, Fortpflanzung, Konkurrenzfähigkeit und Nahrungsbeziehungen von Arten. Indirekte Auswirkungen auf die biologische Vielfalt ergeben sich aus Anpassungen der Landnutzung, die u. a. zu veränderten Praktiken in der Land- und Forstwirtschaft führen, oder Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und von Infrastrukturen. Auch die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wie der Ausbau der Erneuerbaren Energien oder die Dämmung von Gebäuden nimmt Einfluss auf die Verbreitung von Arten und die Qualität von Ökosystemen.

Um die Aussichten für das Überleben von Arten unter sich verändernden klimatischen Bedingungen zu verbessern, müssen vor allem die Voraussetzungen geschaffen werden, dass ausreichend großer Populationen und ihre genetische Vielfalt erhalten bleiben, die Lebensräume gut vernetzt sind und andere nachteilige Einflüsse sowohl auf die Arten selbst als auch auf ihre Lebensräume vermindert werden.