IPBES Assessments

Im Rahmen des IPBES-Prozesses liegt der aktuelle Schwerpunkt auf der Erstellung von wissenschaftlichen Assessments, welche den bisherigen Stand der Wissenschaft zu verschiedenen IPBES-relevanten Themen zusammenpassen und in Policy-Papern aufarbeiten:

 



 

Deliverable 2b

REGIONALE/SUB-REGIONALE ASSESSMENTS zu Biodiversität und Ökosystemleistungen (Fertigstellung geplant bis IPBES-6, 2018)

Die regionalen und subregionalen Assessments sollen politischen Entscheidungsträgern und anderen Interessenten regelmäßige Bewertungen der Natur und Biodiversität für die vier Regionen Afrika, Nord-, Süd- und Mittelamerika, Asien-Pazifik sowie Europa und Zentralasien verfügbar machen. Untersucht werden ihr Zustand und mögliche Trends sowie deren Einfluss auf das menschliche Wohlergehen und die Wirkung verschiedener Maßnahmen. Außerdem soll Wissenslücken und methodische Schwierigkeiten identifiziert werden. Der Wissensstand wird aufgearbeitet und Zukunftsszenarien bis ca. 2050 entworfen. Untersucht wird darüber hinaus der Beitrag der Biodiversität und Ökosysteme für eine hohe Lebensqualität, Nahrungsmittelsicherheit und die Wirtschaft in den Regionen, mögliche Gründe für den Wandel der Ökosysteme und der Einfluss verschiedener Politikausrichtungen.

Afrika

Das Assessment für Afrika soll unter anderen folgende Themen aufgreifen: den Zusammenhang zwischen Nahrung, Energie, Wasser und Lebensunterhalt, Landdegradation (inklusive klimabezogenen Risiken wie Desertifikation und Verlandung), Schutz und nachhaltige Nutzung der Biodiversität, invasive gebietsfremde Arten. Dabei werden außerdem Handelsabkommen und ausländische Investitionen, Umweltgesundheit und zoonotische Krankheiten einbezogen.

Berichtsleitung: Kalemani Jo Mulongoy, Institute for Enhanced Livelihoods (nominiert von Ghana); und Emma Archer Van Garderen, CSIR (nominiert von Südafrika)

Nord-, Süd- und Mittelamerika

Das Assessment für die Region Nord-, Süd- und Mittelamerika wird sich mit den Gefahren für die Biodiversität und für Ökosystemleistungen, sowie deren Beitrag zu einer hohen Lebensqualität in Amerika befassen. Unter besonderer Beobachtung stehen dabei die starken Unterschiede zwischen den Subregionen, soziale und ökonomische Ungleichheit, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen, Umweltverschmutzung, Klimawandel sowie Verlust und Degradation natürlicher Lebensräume. Außerdem wird das Assessment dabei helfen, den spezifischen Bedarf an Unterstützung und Kapazitätsausbau und vorhandene Wissenslücken in den einzelnen Subregionen aufzudecken.

Berichtsleitung: Maria Elena Zaccagnini, Instituto Nacional de Tecnología Agropecuaria (nominiert von Argentinien); James Rice, in Rente (nominiert von Kanada); und Cristiana Simao Seixas, State University of Campinas (nominiert von Brasilien)

Asien-Pazifik

Dieses Assessment wird sich besonders mit Herausforderungen wie dem Klimawandel (insbesondere dem Anstieg des Meeresspiegels, extremen Unwettern, der Versauerung des Ozeans und dem Rückgang der Gletscher), Bevölkerungswachstum, Armut, Konsum natürlicher Ressourcen, Landdegradation, Entwaldung, invasiven gebietsfremden Arten, Handelsbeziehungen oder starker Urbanisierung beschäftigen.  Es greift neben negativen Einflüssen auf die Ökosysteme  auch positive Trends auf, wie etwa eine erhöhte Wahrnehmung von Umweltproblemen, geschützte Gebiete und eine Reduktion des ökologischen Fußabdrucks der Region.

Berichtsleitung: Madhav Karki (nominiert von Nepal); und Sonali Senaratna Sellamuttu, International Water Management Institute (nominiert von dem Sekretariat der Ramsar Konvention)

Europa und Zentralasien

In diesem Assessment wird es vor allem um Ökosystemleistungen und Biodiversität und ihren Nutzen für das menschliche Wohl gehen. Untersucht werden Möglichkeiten in verschiedenen Politikbereichen, verschiedene Policy-Strategien, das Management von Produktion, Konsum und Entwicklung, ökologische Infrastruktur und Technologien. Darüber hinaus werden Möglichkeiten zur Unterstützung von Lebensmittelsicherheit, wirtschaftlicher Entwicklung und Gleichberechtigung bei Vermeidung von Landdegradation und der Erhaltung der Kulturlandschaft zusammengetragen.

Berichsleitung: Mark Rounsevell, University of Edinburgh (nominiert von Großbritannien); und Markus Fischer, University of Bern (nominiert von der Schweiz)

 

Beteiligte Experten aus Deutschland

IPBES Seite dieses Assessments

 

 

Deliverable 2c

GLOBALES ASSESSMENT zu Biodiversität und Ökosystemleistungen (Fertigstellung geplant bis IPBES-7, 2019)

Dieses Assessment soll erstmalig eine den ganzen Planeten umfassende, regierungsübergreifende Einschätzung der Natur, des Nutzens der Natur für die Menschheit und der verschiedenen Faktoren, die sie beeinflussen, liefern. Dazu wird der Wissensstand bis heute ausgewertet, sowie Trends der Vergangenheit bis 2020 einbezogen. Hierbei fließen unter anderem auch die Ergebnisse der regionalen Assessments mit ein. Untersucht werden Status, Trends, direkte und indirekte Triebkräfte der Veränderungen, Werte sowie mögliche Antworten auf Fragen im Umgang mit der Natur. Darüber hinaus wird der Beitrag der Biodiversität und Ökosysteme für eine hohe Lebensqualität im Kontext nachhaltiger Entwicklung mit Ausrichtung an den Sustainable Development Goals analysiert. Dabei sollen die Synergien und Trade-offs, die bei der Verfolgung mehrerer Ziele entstehen, und die sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimensionen nachhaltiger Entwicklung miteinbezogen werden.

Berichtsleitung: Josef Settele, Helmholtz Centre for Environmental Research - UFZ (nominiert von Deutschland); Eduardo Sonnewend Brondizio, Department of Anthropology at Indiana University; und Sandra Diaz, Community and Ecosystems Ecology

 

Beteiligte Experten aus Deutschland

IPBES Seite dieses Assessments

 

 

Deliverable 3a

Thematisches Assessment zu BESTÄUBERN, BESTÄUBUNG UND NAHRUNGSMITTELPRODUKTION (Präsentiert im Februar 2016)

Das Ziel dieses Assessments war es, Veränderungen der Bestäubung zu beurteilen, wobei ihre Rolle als wichtige regulierende Ökosystemleistung für die Produktion von Nahrungsmitteln zur Erhaltung hoher Lebensqualität und der Biodiversität im Vordergrund stehen sollte. EIn Schwerpunkt lag auf einheimischen und exotischen Bestäubern, insbesondere ihrem Zustand und Trends in ihrer Diversität sowie dem Einfluss exotischer Bestäuber, Bestäubungssystemen und Veränderungen der Populationen. Außerdem wurden Faktoren, die Veränderungen bewirken, Risiken einer Abnahme der Bestäuber für den Menschen sowie Policy- und Management-Optionen untersucht. Es stellte sich unter anderem heraus, dass Bestäuber von unschätzbarer Wichtigkeit für den Menschen und seine Nahrungsmittelproduktion sind, ihre Bestände tendenziell abnehmen oder sogar gefährdet sind und Faktoren identifiziert werden konnten, die dies verursachen oder zumindest begünstigen und denen man politisch bzw. durch ein verändertes Landmanagement entgegenwirken könnte.

Berichtsleitung: Vera Lucia Imperatriz Fonseca, University of São Paulo (nominiert von Brasilien); und Simon Geoffrey Potts, University of Reading (nominiert von Großbritannien)

 

Beteiligte Experten aus Deutschland

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     <== Summary for Policymakers

     Broschüre zum Assessment ==>

 

 

 

 

 

 

Deliverable 3b(i)

Thematisches Assessment zu LANDDEGRADIERUNG UND WIEDERHERSTELLUNG (Fertigstellung geplant bis IPBES-6, 2018)

Dieses Assessment beschäftigt sich sowohl mit den Ursachen und negativen Folgen der Landdegradation (das meint den Prozessen, die den Verlust der Biodiversität und der Ökosystemleistungen vorantreiben), als auch mit dem Nutzen, der aus der Verhinderung oder Verminderung von Landdegradation, bzw. der Wiederherstellung degradierten Landes entsteht. Insgesamt soll dieses Assessment durch die Sammlung von Wissen aus unterschiedlichsten Quellen dabei helfen den Herausforderungen, die Landdegradation mit sich bringt, zu begegnen, Entscheidungsträger/innen zu informieren und einen Rahmen für die Beobachtung verschiedener Prozesse und letztendlich ihre Umkehr bereitstellen. Darüber hinaus sollen Wissenslücken und zukünftige Forschungsfelder gefunden werden, um die Kapazitäten für ein nachhaltiges Land- und Biodiversitätsmanagement zu stärken.

Berichtsleitung: Robert Scholes, University of the Witwatersrand (nominiert von Südafrika); und Luca Montanarella, European Commission Food and Agriculture Organisation

 

Beteiligte Experten aus Deutschland

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Deliverable 3b(ii)

Thematisches Assessment zu INVASIVEN GEBIETSFREMDEN ARTEN (Fertigstellung geplant bis IPBES-7, 2019)

In diesem Assessment sollen vordergründig die Gefahren, die invasive gebietsfremde Arten für die Biodiversität und Ökosystemleistungen darstellen können, beurteilt werden. Des Weiteren sollen der globale Status und die Trends des Einflusses invasiver gebietsfremder Arten innerhalb verschiedener Regionen unter Einbeziehung verschiedener Wissens- und Wertesysteme beurteilt werden.

Berichtleitung: ---

 

Beteiligte Experten aus Deutschland (Link wird aktiviert sobald Assessment in Bearbeitung)

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Deliverable 3b(iii)

Thematisches Assessment zu NACHHALTIGER NUTZUNG UND ERHALTUNG DER BIODIVERSITÄT sowie Stärkung der Kapazitäten/Instrumentarien (Fertigstellung geplant bis IPBES-7, 2019)

Dieses Assessment beschäftigt sich mit  der Nutzung wilder Tier- und Pflanzenarten und deren Einfluss auf das Vorkommen. Im Fokus stehen ihre ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Bedeutung, ihr Schutzstatus und die sich ändernden Bedingungen, denen sie unterliegen. Es wird sich außerdem mit der Möglichkeit der nachhaltigen Nutzung von Biodiversität zum Vorteil indigener Völker und lokaler Gemeinschaften auseinandergesetzt und „best practices“ des nachhaltigen Managements, egal ob modern oder traditionell, gefördert. Darüber hinaus wird das Assessment Wissenslücken aufdecken und verbesserte Technologien und Management-Pläne fördern.

Berichtleitungs: ---

 

Beteiligte Experten aus Deutschland (Link wird aktiviert sobald Assessment in Bearbeitung)

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Deliverable 3c

Politikunterstützungsinstrumente sowie Methoden der SZENARIENANALYSE UND MODELLIERUNG von Biodiversität und Ökosystemleistungen auf Grundlage eines Assessments und eines Leitfadens (Präsentier im Februar 2017)

In diesem Assessment wurde ein “best-practice toolkit” erarbeitet, das Regierungen, der Privatwirtschaft oder der Zivilgesellschaft dabei helfen soll, sich zwischen verschiedenen Policy- und Handlungsoptionen in Bezug auf Biodiversität zu entscheiden. Verschiedene Methoden wurden evaluiert und dabei verschiedene Sicht- und Handlungsweisen, ihre Relevanz für den Politikprozess und verschiedene Konzepte des Wertes der Natur einbezogen. Es zeigte sich, dass Szenarien und Modelle den politischen Prozess maßgeblich unterstützen können, viele relevante Methoden und Instrumente bereits vorhanden sind, aber mit Bedacht auf die betreffende Situation angewandt werden müssen, und dass eine gute Planung, Kapazitätsausbau etc. noch bestehende Schwierigkeiten bei der Entwicklung und Anwendung der Modelle und Szenarien überwinden können.

Berichtleitung: Simon Ferrier, Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) (nominiert von Australien); Karachepone Ninan, Centre for Economics, Environment and Society, International Human Dimensions Programme IHDP; Henrique Pereira, Group on Earth Observations Biodiversity Observation Network (GEO-BON); und Carolyn Lundquist, NIWA, University of Auckland

 

Beteiligte Experten aus Deutschland

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     <== Summary for Policymakers

 

 

 

 

 

 

Deliverable 3d

Politikunterstützungsinstrumente sowie Methoden hinsichtlich verschiedener KONZEPTUALISIERUNGEN DER WERTE VON BIODIVERSITÄT UND DES NUTZENS DER NATUR FÜR DEN MENSCHEN (einschließlich Ökosystemleistungen) auf Grundlage eines Assessments und eines Leitfadens (Fertigstellung geplant bis IPBES-7, 2019)

Dieses Assessment beschäftigt sich mit der Methodik und den Instrumenten zur Erfassung verschiedener Wertvorstellungen über die Natur und Biodiversität und damit ihrem Nutzen für den Menschen. Dies ist besonders wichtig, da diese Methoden dann einheitlich in der gesamten IPBES Arbeit genutzt werden sollen. Es sollen verschiedene methodische Ansätze, die aus unterschiedlichen Sichtweisen, Herangehensweisen und Wissenssystemen entstanden sind, verglichen werden und deren politische Relevanz berücksichtigt werden. Entstehen soll auch ein Leitfaden zur Weiterentwicklung und Nutzung von Methoden und Instrumenten..

Berichtleitung: ---

 

Beteiligte Experten aus Deutschland

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