Wie Waldbrände den Wein verderben

Wird Wein in einem Gebiet angebaut, in dem es öfter zu Waldbränden kommt wie etwa in Australien oder Süditalien, können sich Aromen im fertigen Produkt entwickeln, die das alkoholische Getränk ungenießbar werden lassen. Bislang war nicht bekannt, warum das so ist und was sich auf molekularer Ebene abspielt. Ein Team an der Technischen Universität München (TUM) beschreibt nun die Ursache für das Einlagern der Raucharomen in den Weintrauben und weist damit Züchtern den Weg, diese Qualitätsminderung auszuschalten.

Bei der Weinherstellung fällt zunächst nicht auf, ob in der Nähe des Weinberges, von dem die Trauben stammen, ein Brand oder Feuer gewütet hat. Erst beim Öffnen einer Flasche Wein wird eine starke Fehlnote wahrgenommen. „Der Geruch und Geschmack eines solchen Weines wird dann gern mit dem Begriff Asche oder Aschenbecher umschrieben", sagt Wissenschaftlerin Katja Härtl. „Dies führt zur einer starken Qualitätsminderung des Weines.“