Projekt zeigt negative Auswirkungen und Alternativen der Stechmückenbekämpfung mit Bti

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Freilanduntersuchung in den Überschwemmungsflächen am Rhein.
Foto: C. Brühl

Der Einsatz des Biozids Bti gegen die Stechmückenplage am Rhein trifft entgegen bisheriger Annahmen auch Organismen, die nicht Ziel der Bekämpfung sind. Forschungen des Instituts für Umweltwissenschaften iES der Universität Koblenz-Landau zeigen, dass es in den Untersuchungsflächen zu einer 50-prozentigen Reduktion der nicht-stechenden und somit harmlosen Zuckmücken kam. Und dabei sollten Zuckmücken durch eine Bti-Bekämpfung der Stechmücken eigentlich nicht negativ beeinträchtigt werden. In dem Projekt „Entwicklung eines naturschutzkonformen Konzepts zur Stechmückenbekämpfung am Oberrhein“ untersuchten die Forscher die Auswirkungen der Stechmückenbekämpfung mit dem Biozid Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) auf das Nahrungsnetz von Feuchtgebieten. Das Projekt wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell mit rund 125.000 Euro gefördert.