Nicht tropische Korallenriffe, sondern eisige Polarmeere sind für marine Fische Zentren der Artentstehung

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Foto: J. Sawluk / pixelio.de

Warme tropische Küstenmeere sind die Heimat von bis zu 1.000-mal mehr Arten von Fischen als die kalten Polarmeere. Die Abnahme der Artenzahl von den Tropen zu den Polen ist in der Biodiversitätsforschung schon lange bekannt und wird in den meisten Lehrbüchern mit einer höheren Entstehungsrate neuer Arten in tropischen Korallenriffen, Lagunen oder Mangrovenwäldern erklärt. Eine neue Studie hat jetzt aber herausgefunden, dass in den letzten Millionen Jahren die Entstehung neuer Arten in kalten Gewässern in hohen Breitengraden etwa zweimal höher war als in den Tropen. Die Ergebnisse werden am 5. Juli in der internationalen Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

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