Monitoring-Programme unterschätzen den Einfluss des Menschen auf die Biodiversität

pic_20170314113531_4c53a52cb3.jpg

Monitoring von Amphibienpopulationen und deren Krankheitserregern in den französischen Pyrenäen. Im Hintergrund ist der Pic Rouge zu erkennen.
Foto: D. Schmeller / UFZ

Ob Orchideen oder Säugetiere, Insekten oder Schnecken: Viele Tiere und Pflanzen stehen inzwischen unter ständiger Beobachtung. Akribisch erfassen Wissenschaftler und engagierte Mitbürger ihre Verbreitungsgebiete, zählen ihre Bestände, dokumentieren jede Zu- oder Abnahme. Leider reichen die Daten nicht sehr weit zurück in die Vergangenheit. Deshalb können Ökologen nur schwer beurteilen, wie viel biologische Vielfalt durch die moderne Zivilisation tatsächlich verloren gegangen ist. Wahrscheinlich werde der Einfluss des Menschen auf die Biodiversität stark unterschätzt, warnt ein internationales Forscherteam unter Leitung des UFZ in einer neuen Studie im Fachjournal Scientific Reports.