Können Meeresbewohner länger ohne Sauerstoff leben? Rostocker Forscherin nimmt vier Muschel-Arten unter die Lupe

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Miesmuscheln vom Typ Mytilus, die am häufigsten vorkommende Muschel-Art
Foto: T. Rahr / Universität Rostock

„Die Todeszonen in den Tiefen der Küstenmeere steigen jährlich weltweit durchschnittlich um etwa ein Prozent“. Den Grund für diese dramatische Entwicklung beschreibt die Rostocker Wissenschaftlerin so: „Besonders steigende Temperaturen und Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor, die sich von den Feldern den Weg in die Ostsee bahnen, überlasten das Ökosystem und führen zu Sauerstoffmangel. Wir wollen herausfinden, ob die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, die für die Energieproduktion zuständig sind, trotz Sauerstoffmangel dazu beitragen, dass die Tiere eine Überlebens-Chance bei Sauerstoffmangel haben“, sagt Inna Sokolova, Professorin für Meeresbiologie an der Universität Rostock. Die Ergebnisse könnten die Politik dann zum Handeln anregen.