Öffentliche Konsultation zu Fangquoten bis 21.8. EU sieht Fortschritte bzgl. Überfischung, Verbände widersprechen.

seeteufel_daniela_roth_pixelio.de_.jpg

Seeteufel gelten im Mittelmeer als überfischt
Foto: D. Roth / pixelio.de

Bis 2020 will die EU die Überfischung der europäischen Meere beendet haben - das hat sich die EU in ihrer Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) vorgenommen und sieht derzeit erhebliche Fortschritte. Die Meeresschutzorganisation Oceana dagegen schlussfolgert aus der Kommissionsmitteilung von Montag, dass die EU "weit entfernt" von ihrem 2020-Ziel ist. Am schlimmsten sei es im Mittelmeer, wo etwa 90 Prozent der Fischbestände überfischt seien und einige Arten kurz vor dem Zusammenbruch stünden. Für Europäischen Seehecht, Rotbarbe, Blauen Wittling und Seeteufel empfehlen WissenschaftlerInnen eine Quote, die ein Zehntel dessen beträgt, was tatsächlich gerade entnommen wird. Auch die Überfischung in Ost- und Nordsee sowie im Nordostatlantik sei nach wie vor hoch. Für die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Fangquoten 2019 läuft zurzeit eine öffentliche Konsultation bis 21. August.