Artenvielfalt über- und unterirdisch nicht immer gleich

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Die globale Verteilung der Überlappung oberirdischer (Säugetiere, Vögel, Amphibien und Pflanzen) sowie unterirdischer (Wirbellose im Boden, Pilze und Bakterien) biologischer Vielfalt.
Die globale Verteilung der Überlappung oberirdischer (Säugetiere, Vögel, Amphibien und Pflanzen) sowie unterirdischer (Wirbellose im Boden, Pilze und Bakterien) biologischer Vielfalt.
Conservation Biology

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Leipzig und des Forschungszentrums iDiv hat in aufwändigen Studien wichtige neue Erkenntnisse zur Biodiversität ober- und unterhalb der Erdoberfläche erlangt: Sie fanden heraus, dass auf etwa 30 Prozent der terrestrischen Oberfläche unseres Planeten eine große Artenvielfalt an Flora, Fauna und Mikroben im Boden herrscht, jedoch über der Erde deutlich weniger Arten leben oder umgekehrt, oberirdisch herrscht im Gegensatz zum Boden Artenreichtum. Diese Unterschiede in der Biodiversität waren in den restlichen 70 Prozent der terrestrischen Erdoberfläche nicht nachweisbar. Hier gab es ober- und unterhalb der Erde entweder Artenreichtum oder weniger Diversität, sogenannte Hot- und Cold-Spots. Die Forscher haben die Ergebnisse ihrer Studie jetzt im Fachjournal „Conservation Biology“ veröffentlicht.