Die Konferenz der Arten - Fachsymposium und Open Air Salon am 1. und 2. Juli 2016 in Berlin

Katrin Reuter

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Katrin Reuter
Katrin Reuter
Museum für Naturkunde

Am 1. und 2. Juli 2016 haben die Leibniz-Gemeinschaft und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) zur „Konferenz der Arten“ in Berlin eingeladen. Der erste Tag bestand aus einem Fachsymposium mit Vorträgen und Arbeitsgruppen, der zweite Tag richtete sich stärker an die interessierte Öffentlichkeit und bot mit verschiedenen Themenzelten die Möglichkeit, spielerisch biologische Vielfalt und verschiedene Biodiversitätsforschungsprojekte kennenzulernen.

Neben Rednerinnen und Rednern aus BMUB und BfN und Vertreterinnen und Vertretern aus akademischen Institutionen kamen während der Vorträge des Fachsymposiums am 1. Juli auch (hauptamtliche) Vertreter des Ehrenamtes zu Wort. Diese Vorträge waren besonders interessant, da man als Vertreterin der institutionalisierten Wissenschaft nicht so häufig Einblick in die Arbeit und die Leistung ehrenamtlicher Naturschützender erhält. Trotz vieler Vorträge am Vormittag war der erste Teil des Symposiums sehr kurzweilig, da eine breite Mischung verschiedener Themen abgedeckt wurde.

Der zweite Teil des Symposiums bestand aus Arbeitsgruppen, die jeweils zweimal eine Stunde dauerten. Da ich selbst eine Gruppe moderierte, habe ich auch nur an einer thematischen Gruppe teilgenommen. Meine Gruppe beschäftigte sich mit der Frage, wie die Leistung ehrenamtlicher Artenkenner besser sichtbar gemacht werden kann. Im Gegensatz zu anderen Gruppen hatten beide Gruppen relativ wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, was der Diskussion aber keinen Abbruch tat. Die Diskussionsergebnisse werden durch die Organisatoren der Konferenz dokumentiert, weshalb ich hier darauf verzichte. In einem ersten Fazit kann ich aber sagen, dass meine Gruppe spannend und auch recht produktiv war.

Als Ergebnis der Fachkonferenz verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine gemeinsame Abschlusserklärung [pdf], in der sie u.a. eine bundesweite Langzeiterfassung von Lebensräumen und Artenvielfalt, der Landnutzung und des Schadstoffeintrags fordern.

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Leibniz, Arten
Zweiter Tag der Konferenz
Foto: F. Zapatka
Der zweite Tag mit dem Open Air Salon richtete sich eher an die breite Öffentlichkeit und war geeignet für einen Ausflug mit der ganzen Familie. In verschiedenen Themenzelten – bspw. „Welt der Pilze“, „Welt der Insekten“ oder „Welt der Schutzgebiete“ – konnten verschiedene Quizfragen beantwortet, Spiele gespielt, Apps getestet oder einfach Fragen an Forschende gestellt werden. Darüber hinaus gab es ein unterhaltsames Bühnenprogramm, kleine Führungen und ein Kinderzelt. Trotz des schlechten Wetters an diesem Tag war es eine sehr gelungene Veranstaltung und ein schönes Format, um Interessierte zusammenzubringen und vielleicht noch nicht so Interessierte für biologische Vielfalt zu begeistern.

Insgesamt also eine gelungene Konferenz. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Seite der Leibniz-Gemeinschaft.