IPBES & Co - Schnittstellen, um Biodiversitätswissen relevant zu machen

NeFo hat einen Schwerpunkt seiner Arbeit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik - dieses Feld ist komplex und hat viele Herausforderungen, gerade im Biodiversitätsbereich (Schnittstellen verstehen). Es geht dabei stets darum, Relevanz (für Politik und Gesellschaft), Legitimität (durch demokratische Prozesse) und Glaubwürdigkeit (durch wissenschaftliche Methoden und ggf. Partizipation) zusammenzubringen. Dabei kann die Wissenschaft verschiedene Rollen einnehmen - einerseits mehr als Wissenslieferant/Consultant, andererseits als Dialogpartner, der gemeinsam mit anderen Akteurinnen und Akteuren das relevante Wissen identifiziert bzw. zusammenfasst (Rollen von Expertinnen und Experten).

Mit IPBES gibt es seit 2012 eine entsprechende neue globale Wissens-Politik-Schnittstelle für Biodiversität und Ökosystemleistungen. Sie ist bei UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, angesiedelt und wird durch Mitgliedsstaaten gesteuert. IPBES ermöglicht es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie anderen Wissensträgern, sich an der Synthese des vorhandenen Wissens zu Biodiversitätsthemen zu beteiligen (mehr zu IPBES). Wie andere globale Assessments versucht IPBES, Fragen von Relevanz, Legitimität und Glaubwürdigkeit besonders stark auszubalancieren.

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Einordnung verschiedener Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik
Eine grobe Einordnung verschiedener Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik
Carsten Neßhöver, UFZ