Erfolgsgeschichten

Wir müssen die Biodiversität schützen, denn sie ist die Grundlage allen Lebens. Aber wie geht das? Wie funktionieren Ökosysteme? Welche Arten beeinflussen welche anderen Arten und Produkte? Wie können wir Biodiversitätsaspekte messen? Und was passiert wenn Teile eines Ökosystems verschwinden? Solche Fragen kann nur die Forschung beantworten. Sie liefert die Basis für erfolgreiche Schutzmaßnahmen und die Integration von Schutzzielen in politische Abwägungen.

Hier stellen wir Ihnen verschiedene Projekte vor, die zeigen, welche Bedeutung die Biodiversitätsforschung bei der Lösung gesellschaftlicher Probleme hat.

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Biodiversität soll den Wald für zunehmende Herausforderungen wappnen

BEF_China_logoVon Verena Müller

Deutsche und chinesische Biodiversitätsforscher untersuchen gemeinsam in China in einem einzigartigen Langzeitprojekt den Einfluss der biologischen Vielfalt auf die Funktionen und die Stabilität von Wäldern. Letztendlich auch um eine der zentralen Fragen der Biodiversitätsforschung zu klären: Wie kann die Pflanzenvielfalt genutzt werden um Wälder mit all ihren Ökosystem-Dienstleistungen fit für die zukünftigen (klimatischen) Herausforderungen zu machen.

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Bereich: Agrobiodiversität

Der wilde Kaffeebaum als Versicherung der heißen Tasse am Morgen

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Kaffeeblüte/ZEF-Bonn
50 Prozent der weltweit benötigten Nahrungsenergie für den Menschen werden von lediglich drei Pflanzenarten – Mais, Reis und Weizen – gedeckt. Und diese beschränken sich auf wenigen Hochleistungssorten. Ein enormes Risiko, denn Krankheiten können auf einen Schlag die Ernte ganzer Kontinente vernichten. Gleichzeitig verschwinden andere Arten und Sorten unwiederbringlich, und damit unser Versicherungspotenzial. Die Einlagerung der Samen in Samenbanken ist nur bedingt zur Ernährungssicherung geeignet. Biodiversitätsforscher setzen deshalb auf Zweigleisigkeit: Saatgutbanken und die Erhaltung der natürlichen Lebensräume der ursprünglichen Wildverwandten unserer Nutzpflanzen.

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feucht

Bereich: Naturschutz

"Jede Gemeinde in Deutschland soll ihr Biotop bekommen."

Ein einfaches Konzept von Peter Berthold (MPI) nach dem Vorbild des Biotopverbunds Bodensee zeigt einen Weg aus der Biodiversitätskrise. Dieser ganze neue Biotopverbund aus Renaturierung von Feuchtgebieten käme auf lediglich eine Milliarde Euro, umgerechnet etwa 65 000 Euro pro Gemeinde. Inzwischen sind die ersten elf Vorhaben des Großversuchs mit 100 Bausteinen fertiggestellt und die nächsten 15 in Bearbeitung. Mit erstaunlichem Artenzuwachs in nur fünf Jahren.

→Zur MPI-Broschüre

Bereich: Binnengewässer

Von der Kloake zum Naherholungsgebiet – Wie das zerstörte Flussökosystem der Emscher milliardenschwer wiederbelebt wird – zum Wohle der Bevölkerung

Die Emscher war früher ein Fluss wie jeder andere. Dann aber wurden knapp 100 Jahre lang Industrie- und Haushaltsabwässer eingeleitet, die „Kleine Schwatte“ im Ruhrgebiet als Abwasserkanal missbraucht. Mit fatalen gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung. Im weltweit größten Renaturierungsprojekt renaturiert die Emschergenossenschaft den Fluss und seine Oberläufe und verwandelt die Flusslandschaft schrittweise in ein Naherholungsgebiet. Hydrobiologen der Universität Duisburg Essen begleiten das milliardenschwere Großprojekt mit einem Monitoring-Programm für die Wiederansiedlung von Arten und liefert sein biologisches und ökologisches Know-how.

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Bereich: Zukunftsszenarien

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"Multi-stable-state"

Sturm im Becherglas - wie Biodiversitätsforscher die Welt und ihren Wandel simulieren

Voraussagen zum globalen Wandel, welche Ökosysteme und ihre Artengemeinschaften sich wie durch menschlichen Einfluss verändern werden, basierten bisher vor allem auf Beobachtung der Veränderung von natürlichen Systemen und dem Versuch, das Zusammenspiel von natürlichen Systemen und ihrer Umwelt zu verstehen. Doch die Natur als Untersuchungssystem ist oftmals viel zu komplex und die Evolution zu langsam, um Entwicklungen vollständig beobachten und beschreiben zu können. Leipziger Ökologen simulieren deshalb natürliche Systeme im Reagenzglas und prüfen so, wie sich Ökosysteme durch Störgrößen wie Klimawandel, Nährstoffüberschuss u.a. verändern. Dabei stellen sie fest, dass gerade komplexe Systeme sich bei Verände-rung ihrer Umwelt nicht graduell anpassen sondern gerne schlagartig und unerwartet einen anderen Zustand einnehmen, und sich damit unberechenbar wandeln.

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Experteninterview

Biodiversität und die Leistungen des Ökosystems Wald

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„Der Wald ist mehr als nur ein Holzproduzent"

Im nefo_logo_text-Interview:
Dr. Georg Winkel (Universität Freiburg)

CBD-Ziele bis 2020

Wozu Taxonomen?

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Alle Hintergrundinformationen zur Biodiversität

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