Unser Service

Wir fassen für Sie die neuesten Entwicklungen in der Biodiversitätsforschung und -politik zusammen, liefern Ihnen Einschätzungen und Stellungnahmen von Experten aus verschiedenen Disziplinen der Biodiversitätsforschung in ganz Deutschland und geben Einblicke in die Hintergründe und das politische Umfeld. Selbstverständlich vermitteln wir Ihnen auch gern direkte Ansprechpartner aus dem Forschungsnetzwerk.

Aktuelles

Tag des Waldes

Wald by alinor pixelio.deFoto: alinor/pixelio.deDer 21. März ist traditionell der „Tag des Waldes“, den die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) bereits in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen hat.

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Nachtaffen betrügen nicht - Zum ersten Mal genetische Monogamie bei Affen nachgewiesen

Azara-Nachtaffen Valeggia Owl Monkey ProjectAzara-Nachtaffen leben in den Wäldern Südamerikas. Sie haben im Gegensatz zu den übrigen Nachtaffen keinen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus. Foto: C. Valeggia/ Owl Monkey Project Echte Monogamie ist sehr selten. Selbst bei Tierarten, die als treu gelten, wurden in Vaterschaftstest immer wieder Kuckuckskinder nachgewiesen. Biologenn jetzt eine Affenart gefunden, die tatsächlich hundertprozentig treu zu sein scheint: der Azara-Nachtaffe (Aotus azarae). Sie konnten zeigen, dass alle 35 untersuchten Jungtiere tatsächlich von den Eltern abstammen, die sie auch aufziehen. Eine Analyse von 15 paarlebenden Säugetieren zeigte zudem, dass es einen starken Zusammenhang gibt zwischen Treue und dem Engagement der Männchen bei der Aufzucht der Jungtiere (Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences).

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Ameisen pflanzen den Regenwald von morgen

Ameisen Regenwald SenckenbergDer fetthaltige Samenmantel der Clusia-Samen ist für Ameisen eine attraktive Nahrungsquelle. Sie transportieren sie in ihre Nester, wo die Samen im Schutz der Streu gute Keimbedingungen vorfinden. Foto: S. GallegosTropische Bergregenwälder sind bedroht und oft auf kleine Inseln in ansonsten entwaldeten Landschaften zurückgedrängt. Für die Renaturierung solcher Flächen spielt die Ausbreitung der Waldbäume eine entscheidende Rolle. Die meisten Baumarten werden von Vögeln und Säugetieren, aber auch unscheinbaren Akteure wie Ameisen ausgebreitet. Ein Team des LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrums und der Universität Halle-Wittenberg belegt nun im Fachmagazin Journal of Ecology die Bedeutung dieser bislang wenig beachteten Ökosystemfunktion für die Renaturierung von Bergregenwäldern. Ameisen können diese in Gang setzen, in dem sie Samen an für die Baumetablierung geeignete Orte verschleppen.

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Höchster DNA-Barcode Deutschlands von der Zugspitze gewonnen

Felsenbluemchen-Schleierfalter Moriniere ZSMDer Felsenblümchen-Schleierfalter Plutella geniatella. Foto: J. Moriniere/ZSM Forscher der Zoologischen Staatssammlung München (ZSM) unternahmen im vergangenen Sommer eine Exkursion auf Deutschlands höchsten Berg, die Zugspitze, mit dem Ziel die dortige Gipfelfauna umfassend zu beproben. Dort fingen sie im Gipfelbereich auf fast 3000 Meter Höhe ein Exemplar des Felsenblümchen-Schleierfalters Plutella geniatella. Dieser seltene Kleinschmetterling ist nur von den höheren Berggipfeln der Alpen und Karpaten bekannt und in Bayern zuletzt im Jahr 1989 beobachtet worden. Das Falter-Exemplar steuert seinen Gencode zum Forschungsprojekt „Barcoding Fauna Bavarica“ bei, mit dem die Münchener Forscher derzeit den Genbestand aller 34.000 Tierarten in Bayern erfassen. Mit der Gendatenbank können Wissenschaftler künftig unbekannte Arten kostengünstig, schnell und zuverlässig identifizieren.

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Langzeitdaten zeigen: Fischgemeinschaft ändert sich

Fischerei fotolia1Foto: FotoliaEine Forschergruppe des Thünen-Instituts für Seefischerei in Hamburg hat den ökologischen Wandel in der südöstlichen Nordsee bis zum Jahr 1902 zurückverfolgt und diesen mit aktuellen Monitoringdaten seit 1990 verglichen. Die Daten der jetzt veröffentlichten Studie zeigen, welchen Einfluss die Fischerei als treibender Faktor in der Ökosystementwicklung der Nordsee in den letzten hundert Jahren hatte. Die Untersuchung ergab, dass sich nicht nur die Alters- und Größenstruktur innerhalb der Fischbestände verändert hat, auch im Artengefüge gibt es signifikante Verschiebungen.

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Deutsche Biosphärenreservate leisten wichtigen Beitrag zum Tourismus

Die 15 deutschen UNESCO-Biosphärenreservate zwischen Südostrügen und Schwäbischer Alb sind wichtige Faktoren der regionalen Wirtschaftsentwicklung. Die Schutzgebiete locken pro Jahr rund 65 Millionen Touristen an, die einen Bruttoumsatz von knapp drei Milliarden Euro bewirken. Von dem hieraus entstehenden Einkommen können mehr als 86.000 Bewohner leben. Diese Zahlen sind das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universität Würzburg im Auftrag von Bundesumweltministerium und Bundesamt für Naturschutz, die jetzt veröffentlicht wurde.

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Exotische Pflanzenarten verändern Produktivität von Ökosystemen

Orientalische Zackenschote Harald Auge UFZInvasive gebietsfremde Pflanzenarten, wie hier die Orientalische Zackenschote (Bunias orientalis), sind oft schnellwüchsig und konkurrenzstark. Foto: Harald Auge/UFZDeutsche und US-amerikanische Biologen zeigen in ihrer im Fachmagazin „Ecology Letters“ veröffentlichten gemeinsamen Studie, dass Ökosysteme bei Besiedlung mit gebietsfremden Pflanzenarten eine erhöhte Biomasseproduktion entwickeln. Im Zuge des Klimawandels werden solche und weitere Veränderungen von Ökosystemen voraussichtlich zunehmen, schreiben die Forscher.

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Erstmals Rote Liste wandernder Vogelarten für Deutschland veröffentlicht

Brandgans by Miroslaw pixelio.deBrandgans. Foto: Miroslaw / pixelio.deZum ersten Mal wurde eine Rote Liste der wandernden Vogelarten in Deutschland erarbeitet und vom Deutschen Rat für Vogelschutz (DRV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) präsentiert. Ein Viertel aller Zugvogelarten stehen auf der Roten Liste. Die Ergebnisse zeigen die hohe internationale Bedeutung Deutschlands für wandernde Vogelarten wie die Brandgans auf, von der 80 Prozent des nordeuropäischen Bestands auf die Elbmündung als Mauserplatz angewiesen ist. Deutlich wird ebenso die Abhängigkeit der nationalen Zugvogelbestände von effektiven internationalen Schutzmaßnahmen auf den Flugrouten, Rast- und Brutplätzen.

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Trend-Hobby Imker: Bienen werden zum neuen Lifestyle-Accessoire

Bienenvolk Uni HohenheimImkerei erlebt neuen Hype nach langjährigem Rückgang. Foto: Universität HohenheimDie Biene erfreut sich dieser Tage einer Beliebtheit, wie schon seit 30 Jahren nicht mehr. Das zeigt sich auch daran, dass die Zahl der Bienenvölker in den letzten Jahren weltweit wieder gestiegen ist. In Deutschland kommt hinzu, dass immer mehr Menschen der Faszination der Bienenhaltung erliegen und zum Schutz der Natur beitragen möchten. Trotzdem warnen Bienen-Experten: „Die Forschung und der Schutz zum Erhalt der Bienen muss weiterhin ernst genommen werden.“ Dazu gehören ein gesteigertes Verständnis für Pestizide, Parasiten und Krankheiten und die Förderung wichtiger Lebensräume wie Streuobstwiesen. Denn vor allem die Lebensräume der Bienen werden durch den Menschen immer kleiner und gefährden ihren Erhalt für die Zukunft. Und die von den Imkern gehaltenen Honigbienen sind ein unverzichtbarer Indikator für diese Fehlentwicklungen.

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Gemeinsam wandern - Vielfalt der Natur erleben!

Wandererparkplatz by Martin Berk pixelio.deFoto: Martin Berk / pixelio.deDas Bundesamt für Naturschutz (BfN) ruft wieder zu einer breiten Beteiligung an den diesjährigen Wanderaktionen für die biologische Vielfalt auf. Wie immer können unter dem Motto: "Gemeinsam wandern - Vielfalt der Natur erleben!" sachkundig geführte Wanderungen angeboten werden. Ziel ist es, neben der Freude an der Bewegung in der freien Natur, wieder die Themen rund um die biologische Vielfalt und deren Nutzen für uns Menschen stärker im Bewusstsein und Handeln der Öffentlichkeit zu verankern.

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Presseschwerpunkt April

Der Kuckuck auf dem absteigenden Ast

Lebkuchen Schmidt 1 Kuckucktelemetrie - AVLFoto: LBV Archiv

Wie Satelliten, Drohnen und Mikrofone die Arten retten sollen.

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NeFo-Video

"Stakeholder engagement" ist das A&O für ein erfolgreiches IPBES! Wie es gehen kann, zeigt unser Film.

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Aktuelle Meldungen sofort

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Medientipps

Spektrum.de, 08.04.2014
Gemischte Landnutzung bietet doppelten Vorteil

NDR logo, 04.04.2014
Haben wir Pflanzen unterschätzt?

3sat nano, 02.04.2014
Streit ums Grün

Arte, 28.03.2014
Der Ameisenplanet

ZDF planet e, 30.03.2014
Lichtsmog - der helle Wahnsinn

Bayern 2 Das Notizbuch, 27.03.2014
Tropenwald: Schwierige Balance zwischen Schutz und Nutzung

Spiegel online, 26.03.2014
Statistik für Deutschland: Fast einem Drittel der Tierarten geht es schlecht

SWR2 Impuls, 21.3.2014
Tödlicher Chytrid-Pilz bedroht Amphibien weltweit

DIE ZEIT online, 20.03.2014
Pestizide machen Bienen orientierungslos

ARTE, 19.03.2014
Invasion der fliegenden Karpfen

Deutsche Welle, 11.03.2014
Bürgerwissenschaft: Laien-Forscher untersuchen die Biodiversität

Süddeutsche Zeitung online, 11.03.2014
Umbau im deutschen Wald


Zur nefo_nackt-Medien-Sammlung

Politikberatung I – Das heikle Geschäft der Politikberatung
Der Politikwissenschaftler Dirk Messner spricht über die Fallstricke wissenschaftlicher Politikberatung (Hörsaal vom 17.09.2012)

Politikberatung II – Ethischer Rat nach Fukushima
Der Risikoforscher Ortwin Renn beschreibt Politikberatung in Krisenzeiten
(Hörsaal vom 18.09.2012)

Politikberatung III – Dissens als Taktik
Naomi Oreskes erläutert ihre Thesen über den politischen Missbrauch wissenschaftlicher Kontroversen
(Hörsaal vom 19.09.2012)

Politikberatung IV – Fragwürdige Nähe
Robert Pielke jr. untersucht die Rolle der wissenschaftlichen Berater von US-Präsidenten
(Hörsaal vom 20.09.2012)

Und eben der nächste Teil:
Vorlesungsreihe „Wissenschaftliche Politikberatung“
Braucht das Parlament den Rat der Wissenschaft?
Wie kann Wissenschaft nutzen?
Ulla Burchardt
Dienstag, 19. März 2013, 18 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Einstein-Saal
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

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