Archiv Aktuelle Meldungen_Presse

35 Jahre Inventur der Natur

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Uhu Foto: R. K. Neumann

„Rote Listen gefährdeter Pflanzen und Tiere Deutschlands“ zeigen seit 35 Jahren fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt, doch es gibt  Erfolge durch Artenschutzprogramme bei Schwarzstorch, Uhu und Fischotter zu verzeichnen.

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Bürgerbeteiligung an der COP? Kann das gehen?

von Katrin Vohland

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Foto: MfN

Die Bürger gestalten die internationale Naturschutzpolitik mit. Mit diesem Anspruch sind die WorldWideViews on Biodiversity gestartet, eine Kampagne zur globalen Bürgerbeteiligung. Erklärtes Ziel war, dass sich Bürgerinnen und Bürger weltweit zu strittigen Fragen, die auch auf der UN-Vertragstaatenkonferenz zum Übereinkommen der biologischen Vielfalt COP11 verhandelt werden, äußern, und dass diese Meinungen auch in die Beschlüsse der COP eingehen.

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„Naturkapital Deutschland – TEEB DE“ Auftaktveranstaltung gut besucht

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Foto: S. Tilch

Am 23.10.2012 wurde das Vorhaben „Naturkapital Deutschland – TEEB DE“ offiziell gestartet. Die Auftaktveranstaltung im Lichthof des neuen Gebäudes des Bundesumweltministeriums (BMU) war mit über einhundert Gästen aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Medien und Unternehmen gut besucht. Hier wurde unter anderem die druckfrische Einführungsbroschüre „Der Wert der Natur für Wirtschaft und Gesellschaft“ vorgestellt. In einer Podiumsdiskussion machten Vertreter aus dem Projektbeirat deutlich, welche Erwartungen sie an das Projekt stellen und was die ökonomische Betrachtung von Ökosystemen leisten und nicht leisten kann.

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Buntbarsche sehen Infrarot

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Buntbarsche Foto: D. Meuthen

Biologen der Universität Bonn haben entdeckt, dass Buntbarsche auch im nahen Infrarotbereich sehen können - bislang hielten Wissenschaftler dies für ausgeschlossen. Das Infrarotsehen hilft den Fischen offenbar, in flachen afrikanischen Flüssen zu jagen.
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Falter mit Migrationshintergrund

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Distelfalter Foto:J. Muencheberg

Hunderte Naturbeobachter haben geholfen, unbekannte Details zur Wanderung von Schmetterlingen erstmals zu entschlüsseln, indem sie während einer der Massenwanderungen des Distelfalters (Vanessa cardui) rund 60.000 Beobachtungen sammelten. Europas bekanntester Wanderfalter legt in einer Saison bis zu 15.000 Kilometer zurück. Das ist fast das Doppelte der Entfernung, die der berühmte Monarchfalter (Danaus plexippus) in Nordamerika schafft. Die Strecke von Westafrika bis nach Skandinavien überwinden die Distelfalter in Etappen, da sie sich innerhalb kürzester Zeit vermehren können.
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Naturkapital Deutschland - der ökonomische Wert der Natur

teeb deHeute startet offiziell das nationale Projekt zum weltweiten „TEEB"-Prozess (The Economics of Ecosystems and Biodiversity), mit dem der ökonomische Wert der Natur in Deutschland veranschaulicht werden soll. Ziel des Vorhabens ist eine wissenschaftlich fundierte Beschreibung der vielfältigen Leistungen von Ökosystemen (wie Auen, Moore, Grünland, Wälder oder städtische Grünanlagen) in Deutschland unter anderem für Klimaschutz, Hochwasserschutz, Reinhaltung von Luft und Gewässern sowie Erholung.
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Ca. 1 Milliarde Dollar jährlich - und die Arten sterben nicht aus

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Echte Karettschildkröte Foto: G. Rinaldi/Pixelio

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat versucht auszurechnen, wie hoch die Kosten zur Erreichung des Ziels des strategischen Plans der CBD sind, das Aussterben der Arten zu stoppen. Sie haben dazu Naturschutzorganisationen befragt und die Daten mit ökonomischen Modellen ausgewertet. Neben ersten Ideen zu konkreten Zahlen zeigte sich auch, dass die Kosten für verschiedene Regionen der Erde unterschiedlich hoch sind. So werden für Südostasien und die amerikanischen Küstengebiete höhere Kosten veranschlagt als für weite Gebiete Afrikas oder Sibiriens.

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Blattduftstoffe vermitteln biologischen Pflanzenschutz und steigern pflanzliche Fitness

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Blattläuse Foto: A. Künzelmann

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie konnten an wildem Tabak nachweisen, dass dessen indirekte Abwehr von Fraßfeinden, hervorgerufen durch Abgabe von Duftstoffen zur Anlockung von Raubinsekten, die Anzahl der Schädlinge reduziert und gleichzeitig die Blütenbildung steigern kann. Biologische Schädlingsbekämpfung kann also dank natürlicher Abwehrmechanismen von Pflanzen die landwirtschaftlichen Erträge nachweislich verbessern. Die Ergebnisse erschienen in der ersten Ausgabe der neuen, für jedermann zugänglichen (Open Access) Fachzeitschrift eLife.
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Schutzgebiete kosten weltweit viel weniger als Softdrinks

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Foto: A. Damm/pixelio.de

Umgerechnet 60 Milliarden Euro jährlich - so viel würde es nach einer Studie kosten, bestehende Naturschutzgebiete auf der ganzen Welt zu erhalten und neue einzurichten. Auf den ersten Blick wirkt diese Summe gigantisch. Doch sie entspricht weniger als 20 Prozent der weltweiten Ausgaben für Erfrischungsgetränke, wie eine internationale Forschergruppe im Fachjournal «Science» berichtet. Es sei zudem nur ein winziger Bruchteil des Werts, den die Arten und Lebensräume einbrächten.
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Finanzierung für biologische Vielfalt sichern

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Auenlandschaften sind wichtige Naturschutz-flächen Foto:Senckenberg

NABU fordert konkrete Zusagen beim UN-Naturschutzgipfel in Hyderabad. 50 Mrd. Euro jährlich müssen nach Schätzungen der Umweltverbände weltweit mindestens  aus öffentlichen Mitteln bereitgestellt werden, um das Artensterben zu stoppen. 30 Mrd. werden bereits eingesetzt. Wer die restlichen 20 Mrd. gibt, müssen die Delegierten nun beschließen.

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