Citizen Science - "Forschung für alle"

Unter Citizen Science wird die ehrenamtliche Beteiligung von Personen an wissenschaftlichen Prozessen verstanden. Sehr häufig geht es dabei um die Erhebung von Daten, gerade auch im Bereich der Biodiversitätsforschung. Aber auch die Entwicklung von wissenschaftlichen Fragestellungen aus einer Problemlage, die Auswertung von großen Datenmengen am Rechner oder die Befassung mit Geschichte, Gesundheit oder Kunst können dazu gehören.

Im "Grünbuch für eine Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland" [pdf] wird der Mehrwert von Citizen Science für verschiedene gesellschaftliche Bereiche beschrieben, aber auch Herausforderungen im Hinblick auf rechtliche Fragen oder die Einbindung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen genannt.

Für die Biodiversitätsforschung können von Ehrenamtlichen erhobene Daten eine wichtige Grundlage bilden. Je nach Interesse und Vorkenntnis der erfassenden Person können diese Daten beispielsweise in online-Portale eingespeist werden und dadurch vielfältigen Zwecken zur Verfügung stehen (unter anderem auch standardisierten Monitoringprogrammen oder der Erstellung wissenschaftlicher Studien). Mit verschiedenen Akteuren abgestimmte Kriterien und Standards können ein wichtiges Instrument für die Qualitätssicherung solcher Portale sein.

Mehr Informationen:

Bürger schaffen Wissen - Citizen Science Plattform für Deutschland

Europäischer Verein der Bürgerwissenschaften ECSA (European Citizen Science Association)

Cost Action 15212: Citizen Science to promote creativity, scientific literacy, and innovation throughout Europe