Prof. Markus Fischer

Universität Bern

Mitglied der Schweizerischen Delegation & beteiligt an den „Regionalen Assessments“, Ziel 2b, Online Reviewer

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Markus Fischer

Was ist Ihr fachlicher Hintergrund?

Ursprünglich bin ich Pflanzenökologe. Mittlerweile habe ich aber viele Erfahrung in verschiedenen Fachgebieten, darunter Populationsbiologie von gefährdeten und invasiven Arten oder Naturschutzbiologie und Science-Policy Arbeit.

Was hat sie bewogen, sich an IPBES zu beteiligen?

Ich betrachte IPBES als große Chance, wissenschaftlich fundiert dazu beitragen zu können, politische und gesellschaftliche Lösungen zu vielen Biodiversitätsfragen und -problemen zu finden und damit der Bedeutung der Biodiversität als unserer Lebensgrundlage besser gerecht zu werden.

Was machen Sie bei IPBES genau?

Ich bin Mitglied der Schweizerischen Delegation bei den Plenarsitzungen, zu denen ich wissenschaftlichen Input liefere. Ich war zudem bereits in IPBES-Arbeitsgruppen zum Konzeptionellen Rahmenwerk, zu den Guidelines für Regional Assessments und zum Scoping der Regional Assessments beteiligt.

Wie lässt sich Ihr Engagement in IPBES mit Ihrem Arbeitsalltag verknüpfen?

Ich schätze meinen Aufwand seit der IPBES-Gründung auf etwa 10%. Ich setze dafür meine Freizeit ein und freue mich über die sinnvolle Tätigkeit und viele anregende Kontakte.

Was raten Sie Wissenschaftlern, die sich am IPBES-Prozess beteiligen möchten?

Seien Sie sich bewusst sein, dass zum einen der Einsatz größer wird, als anfangs vermutet und die Arbeit teilweise nicht von Ihren normalen Peers wertgeschätzt wird. Und dass zum anderen, IPBES eine science-policy Plattform ist und keine rein wissenschaftliche Aktivität. Daher müssen Sie Verständnis und Geduld gegenüber dem politischen Prozess mitbringen.

Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf in IPBES?

Ich beurteile den bisherigen Verlauf sehr positiv. Entscheidend für sinnvollen Impact wird es sein, dass die Produkte, darunter die Assessments, nach und nach weltweit zu großem Vertrauen bei Entscheidungsträgern und Öffentlichkeit gelangen.

 

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