Convention on Biological Diversity, CBD

Auf der großen →Umweltkonferenz in Rio de Janeiro im Jahr 1992 wurde das Übereinkommen über die biologische Vielfalt, Convention on Biological Diversity (→CBD), verabschiedet. Neben dem Schutz von Biodiversität umfasst der Zieldreiklang dieses Übereinkommens auch die nachhaltige Nutzung biologischer Vielfalt, sowie den Zugang zu (genetischen) Ressourcen und die faire Aufteilung der daraus resultierenden Vorteile.

Vertreter der 196 Mitgliedsstaaten der CBD kommen alle zwei Jahre zur Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) zusammen. In bislang 12 COPs haben die Staaten unter anderem 28 Arbeitsprogramme beschlossen, die entweder thematisch gegliedert sind (z.B. Bergökosysteme, Marine Lebensräume, Wälder) oder sich mit Aspekten befassen, die für alle Ökosysteme wichtig sind (sogenannte cross-cutting issues, z. B. Schutzgebiete, Anreizmaßnahmen oder Klimawandel). Außerdem hat die CBD zwei Protokolle erarbeitet, die als eigenständige internationale Abkommen gelten: das →Cartagena Protokoll zum Umgang mit genetisch veränderten Organismen und das →Nagoya Protokoll zu Zugangsregelungen und gerechtem Vorteilsausgleich (ABS).

Im Jahr 2010 verabschiedete die zehnte CBD COP den Strategischen Plan für Biodiversität für den Zeitraum 2011-2020, der auch die Aichi Biodiversitätsziele enthält. Dieser Plan ist ein umfassendes programmatisches Rahmenwerk hinsichtlich des Schutzes und der nachhaltigen Nutzung der Biodiversität, der nicht nur für die biodiversitätsbezogenen Konventionen, sondern für das gesamte UN system Gültigkeit besitzt.