"High-Level-Segment" dieses Mal schon vor der COP-13 am 02./03. Dezember zum Thema "Mainstreaming Biodiversity"

Erstmals vor der eigentlichen COP haben sich die Spitzenpolitiker (vornehmlich aus dem Umweltressort) der 194 Vertragstaaten (einschl. EU) für zwei Tage getroffen, um zu diskutieren, wie man die Ziele der CBD besser in die politischen Bereiche integriert, in deren Verantwortung hauptsächlich der Verlust der Arten und Lebensräume liegt. Besonderes Augenmerk legt die CBD bzw. der Gasteber Mexiko bei diesem so genannten Mainstreaming) auf Agrar-, Forst-, Fischerei- und Tourismuswirtschaft. Als Abschluss haben alle Vertragsstaaten die so genannte Cancún-Declaration angenommen, die explizit die entsprechend zuständigen Ministerien in die Pflicht nimmt. Diese soll die sich anschließenden eigentlichen COP-Verhandlungen erleichtern.

Ob es helfen wird, wird spannend zu beobachten, denn gerade im Bereich Agrarwirtschaft stehen die Zeichen auf Kontorverse. Unter anderem sollen die Parteien "gedrängt" (stärkste Formulierung im UN-Jargon) werden, das nicht erst seit 2010 von den Mitgliedstaaten gemeinsam gesetzte Ziel, schädliche Subventionen auslaufen zu lassen, umzusetzen. Von diesem Ziel ist man laut der Zusammenfassung der Nationalen Berichte (UNEP/CBD/COP/13/8/Add.2) mit am wenigsten entfernt. Bisher gibt es nicht einmal eine Analyse der fraglichen Subventionen, die 2012 hätte abgeschlossen sein sollen. 

Auch im offiziellen Dokument der zu diskutierenden Beschlüsse UNEP/CBD/COP/13/2/REV1 (über 180 Seiten!), das die Vorbereitungskonferenz SBSTTA erstellt hat, sind bzgl. der Mainstreaming-Ziele zur Landwirtschaftspolitik einige Aussagen in eckigen Klammern, was bedeutet, dass hier bisher kein Konsens erzielt werden konnte.

Offizielle Vorbereitungsdokumente zum High-Level Segment