1 IPBES Nairobi 2011 für 1. IPBES Gründungstreffen 2011

Endstand: zufriedenstellender Zwischenstand

Axel Paulsch (UFZ)

Das Treffen in Nairobi bringt zwar wenige fertige Beschlüsse. Es wurden aber die notwendigen Weichen für sinnvolle Beschlüsse in der zweiten Runde kommendes Frühjahr in Panama gestellt. Und die Parteien zeigen sich erfreulich konsensfähig. So zweifelt z.B. niemand die Anerkennung indigenen Wissens, die Beteiligung der Zivilgesellschaft oder die Bereitschaft zum capacity building, also dem Aufbau von Expertise in Entwicklungsländern, an. Noch vor kurzem war das alles andere als selbstverständlich.

Im Klein-Klein der Satzungsdebatte

Axel Paulsch (UFZ)

Wort für Wort muss abgewogen und der Satzungstext des entstehenden "Weltbiodiversitätsrates" für alle Sprachen akzeptabel formuliert werden. Dass die Sitzung von vorne herein zweiteilig angelegt war und im Frühjahr 2012 fortgesetzt wird, erleichtert es nicht gerade, schnell zu Ergebnissen zu kommen.

Einstieg in die wirkliche Debatte

Axel Paulsch (UFZ)

Nachdem gestern von allen Seiten der Wille bekundet wurde, nicht hinter die schon im Sommer 2010 in Busan erzielten Einigungen zurück zu fallen, beginnt heute die inhaltliche Debatte über die Punkte, die im so genannten Busan-Outcome noch nicht genau festgelegt wurden. Dazu werden zunächst Kommentare eingeholt, bevor man später im Lauf der Woche zum eigentlichen Formulieren der Entscheidungen kommen wird.

Hat die UN-Vollversammlung IPBES nun schon gegründet oder nicht?

Axel Paulsch (UFZ)

Zum Start des ersten Treffens des "Weltbiodiversitätsrates" wurde "überraschend" bemerkt, dass die Formulierung der UN-Generalversammlung Ende letzten Jahres keine eindeutige Gründung des Gremiums bedeutet. Glücklicherweise sind sich alle anwesenden 112 Delegationen einig, dass man sich durch solche rechtlichen Unstimmigkeiten nicht davon abhalten lassen wolle, den Rat inhaltlich voranzubringen.